20. Oktober 2021

Eberl und die Transfers: »Momentan gibt es wirklich nichts«

In den letzten Tagen nahmen die Gerüchte um Spielerwechsel bei Borussia Mönchengladbach nochmal Fahrt auf. Doch passiert ist bislang nichts. »Ich kann mit nichts Konkretem agieren«, sagte Sportdirektor Max Eberl am Freitag. Vieles bleibt offen.

Nachdem sich zuletzt die Wechselgerüchte um Marcus Thuram verdichtet und nicht zuletzt wegen der schweren Verletzung des Franzosen wieder in Luft aufgelöst haben, werden neben dem Dauerthema Denis Zakaria zwei neue ‘heiße’ Namen in der Gerüchteküche hochgekocht: Jonas Hofmann und jetzt auch Matthias Ginter sollen bei Bayern München ganz oben auf der Liste stehen.

»Ich telefoniere häufig mit Brazzo, aber über das Konkrete haben wir nie gesprochen«, sagte Borussias Sportdirektor Max Eberl am Freitag zum angeblichen Interesse seines Kollegen Salihamidzic an den beiden Nationalspielern. »Momentan gibt es wirklich nichts und ich kann mir nicht vorstellen, dass noch unglaublich viel passiert«, erklärte Eberl zum aus Gladbacher Sicht nach wie vor nahezu ruhenden Transfermarkt.

»Wir waren auf viele Themen vorbereitet und sind es immer noch«

Ausschließen, dass sich auf den letzten Drücker doch noch etwas bewegt, kann Eberl allerdings auch nicht. »Alles ist möglich«, sagte er. »Heute ist der 27. August, wir reden seit Monaten über irgendwelche Gerüchte, aber es ist nichts Handfestes da«. »Wenn noch etwas passiert, ist das eine Situation, mit der wir umgehen müssen. Wir waren auf viele Themen vorbereitet und sind es immer noch. Jetzt müssen wir schauen, was in den letzten vier Tagen passiert«.

Ein Plan für den Fall der Fälle war offensichtlich die Verpflichtung des 19-Jährigen William Pacho aus Ecuador. Aus Südamerika heißt es, Borussia habe aufgrund wirtschaftlicher Probleme einen Rückzieher gemacht, obwohl bereits so gut wie alles für einen Transfer des Innenverteidigers geklärt worden sei. Max Eberl wollte zur Thematik am Freitag nichts sagen: »Das würde ich erst kommentieren, wenn die Transferperiode wirklich vorbei ist. Es ist noch so viel Unruhe drin und man weiß nicht, was noch alles passiert.«

»Auch die Spieler müssen aufpassen, dass sie nach dem Pokern im letzten Vertragsjahr nicht im Sommer ohne Verein dastehen«

Es könnte in den letzten vier Tagen noch den einen oder anderen Schnellschuss geben – oder aber alles bleibt, wie es ist. Ein unveränderter Kader wäre laut Eberl »eine sehr gute Ausgangslage«. »Sportlich ist das für uns sehr gut, die Saison ist durchfinanziert«. Allerdings blieben dann die künftigen finanziellen ‘Baustellen’ mit Ginter und Zakaria (beide Vertrag bis 2022). »Es ist nicht unser Wunsch, dass Spieler ins letzte Vertragsjahr reinlaufen, weil sie ablösefrei gehen könnten«, so Eberl. Doch Corona habe die Situation nicht nur bei Borussia geändert. »Es ist für alle Beteiligten neu.«

So geht Eberl davon aus, dass ein ablösefreier Wechsel für einen Profi nicht mehr automatisch mit einem fetten Handgeld und einem hochdotierten neuen Vertrag verbunden ist. Denn bis auf einige Ausreißer sind alle normalen Klubs mit deutlich reduzierten Budgets unterwegs. »Auch die Spieler müssen aufpassen, dass sie nach dem Pokern im letzten Vertragsjahr nicht im Sommer ohne Verein dastehen.« Mit Ginter und Zakaria werde man, sofern nötig, eine gemeinsame Lösung suchen. »Wenn sie am Dienstagabend noch bei uns im Kader stehen, werden wir Gespräche führen, wie es aussehen kann – mit unseren Möglichkeiten.«

von Redaktion TORfabrik.de