20. Oktober 2021

Keine Ausstiegsklausel bei Hütter – Eberl: »Wir wollten nicht irgendwelche Geschichten erzählen«

Adi Hütter unterschreibt bei Borussia Mönchengladbach einen Dreijahresvertrag ohne Ausstiegsklausel. Das bestätigte Sportdirektor Max Eberl am Donnerstag. Er erläuterte auch, warum der Wechsel in der Woche vor dem Frankfurt-Spiel öffentlich gemacht wurde.

Borussia empfängt am Samstag die Frankfurter Eintracht, doch natürlich stand die Personalie Adi Hütter am Donnerstag bei der Pressekonferenz im Mittelpunkt. »Klar ist die Thematik groß«, sagte Sportdirektor Max Eberl. »Aber es sind jetzt noch sechs Spiele, noch läuft die aktuelle Saison. Adi Hütter wird ab 01.07. hier seinen neuen Job antreten und dann ist auch die Zeit, dass man über Vorzüge und Qualitäten sprechen kann. Jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt.«

Doch so ganz kam Eberl nicht darum herum, um über den Trainer-Coup Auskunft zu erteilen. »Nach der Verkündung von Marco habe ich mit der Trainersuche beschäftigt und unter anderem den Berater von Adi Hütter kontaktiert.« Es ging zunächst nur darum, abzuklopfen, ob grundsätzliche Möglichkeiten bestehen. »Ich habe mein Interesse hinteregt«, so Eberl. »Wir hatten bei den ganzen Trainern eine wirkliche Toplösung im Kopf – das wäre zum damaligen Zeitpunkt Adi Hütter gewesen. Aber natürlich wissend, dass er bei Frankfurt unter Vertrag steht und mit der Eintracht eine großartige Serie spielt mit der Möglichkeit, die Champions League zu erreichen.«

Treffen in Salzburg in der Länderspielpause

»Dann war es das mit der Thematik erstmal gewesen«, erklärte Eberl. Weitere Optionen wurden geprüft, weitere Gespräche geführt. Adi Hütter zeigte sich derweil interessiert ob des Gladbacher Interesses und im März wurden in Salzburg die Weichen gestellt. »Es war dann so, dass es in der Länderspielpause ein Treffen gab, wo wir sehr viel und intensiv gesprochen und dabei eben gegenseitige Wertschätzung gespürt haben. Das Interesse wurde sehr groß bei beiden. Die letzten Details wurden am letzten Wochenende geklärt und die wichtigste Thematik war dann, dass Adi mit seinem Verein spricht.«

Die offizielle Verkündung erfolgte dann am Dienstag – wenige Tage vor dem Bundesligaduell zwischen Borussia und der Eintracht. »Alle Beteiligten zusammen haben entschieden, dass man das auch rausgibt«, so Eberl. »Wir wollten nicht irgendwelche Geschichten erzählen, sondern einfach Fakten schaffen. Das haben wir damals bei Marco gemacht und das Gleiche wollte Frankfurt und eben wir auch. Auch wenn das Spiel jetzt am Wochenende stattfindet, dachten wir eben ‚raus damit‘. Jetzt fünf oder sechs Tage rumeiern war nicht unsere Intention.«

»Adi Hütter hat bei uns keine Ausstiegsklausel«

Was die Klarheit auf der Trainerposition für die weiteren Personalplanungen bei Borussia bedeutet, dazu wollte Max Eberl sich nicht äußern. »Die Planungen im Hintergrund werden anlaufen und weiterlaufen«. Wasserstandsmeldungen werde es keine geben. Eberl vermutet, dass in naher Zukunft auf dem Trainermarkt noch einiges in Bewegung kommt. »Ich bin froh, aus dem Karussell aussteigen zu können«, gab der Sportdirektor zu. Er hat seine diesbezüglichen Hausaufgaben mit der Verpflichtung von Adi Hütter gemacht. Und eine nicht ganz unwichtige Information gab es obendrauf: »Adi Hütter hat bei uns keine Ausstiegsklausel, er hat einen reinen Dreijahresvertrag.«

von Redaktion TORfabrik.de