21. September 2021

Gegen Bielefeld: Drei Punkte oder einpacken

Vor dem Heimspiel gegen Arminia Bielefeld (Sonntag, 18 Uhr) ist die Aufgabenstellung für Borussia Mönchengladbach klar: Entweder holt man drei Punkte, oder aber die Saison ist endgültig gelaufen. So sieht es auch Marco Rose vor seinem vorletzten Heimspiel im Borussia-Park.

Die Saison neigt sich dem Ende zu und wirklich traurig dürfte niemand darüber sein. Vier Spiele gilt es noch zu absolvieren und dann hat die Quälerei ein Ende. Nach der Niederlage in Hoffenheim sind die Aussichten auf die Europa League mehr als nur getrübt, allenfalls scheint die neu geschaffene Conference-League noch möglich.

Diesen Wettbewerb nennt die BILD treffend den ‚Verlierer-Cup‘ und auch wenn die offizielle Sprechweise eine andere ist, so wäre eine Nichtteilnahme für Borussia alles andere als ein Beinbruch. Doch um sich überhaupt mit dem Für und Wider einer internationalen Teilnahme beschäftigen zu können, muss sich Borussia dafür qualifizieren. Und dafür muss gegen Bielefeld zwingend ein Sieg her.

»Sonst müssen wir nicht mehr darüber reden, was unsere Ziele betrifft«

Das sagt auch Marco Rose, der am Sonntag zum vorletzten Mal als Trainer der Fohlenelf im leeren Borussia-Park agieren wird. »Da brauchen wir drei Punkte«, sagte der 44-Jährige. »Sonst müssen wir nicht mehr darüber reden, was unsere Ziele betrifft.« Das 2:3 in Sinsheim ist aufgearbeitet, auch wenn die 26 Punkte, die Borussia nach Führungen bereits verspielt hat, nicht wegzudiskutieren sind. Dreimal wurde gar ein Zwei-Tore-Vorsprung hergeschenkt.

»Es ist nie ein Mentalitäts- oder Einstellungsthema«, so Rose. »Es geht um die Reaktionen auf bestimmte Spielsituationen. Wir müssen lernen, die Situation, die kommt und irgendwie Gefahr auslösen könnte, als die wichtigste zu nehmen.« Heißt also, die Spieler unterschätzen die Bedrohung oder überschätzen ihre eigenen Fähigkeiten und schaffen es nicht, im richtigen Moment den Hebel umzulegen.

Yann Sommer kehrt zurück

Gegen Bielefeld sollten die Borussen nicht in diese Muster verfallen, auch wenn die Ostwestfalen prädestiniert dafür sind, dass man sie unterschätzt. Rose warnte deshalb eindringlich vor einer »unangenehmen und aggressiven Mannschaft«, die gegen Spitzenteams die Grundordnung ändert und sich anpasst und zudem »mit einer sehr hohen Intensität« zu Werke geht.

Zum Ende der Englischen Woche und vor der Ligapause am nächsten Wochenende kann Rose nahezu auf das komplette Personal zurückgreifen. Lediglich Lars Stindl wird nach seinem Muskelfaserriss weiter fehlen, dazu ist Christoph Kramer nach seiner Oberschenkelblessur aus dem Hoffenheim-Spiel noch fraglich. Zwischen die Pfosten wird Yann Sommer zurückkehren, dessen Rotsperre abgelaufen ist.

von Redaktion TORfabrik.de